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Alternativer Text

Bachelor Bioökonomie

Technologie | Ökologie | Gesellschaft | Wirtschaft

Aktuell kann am TUMCS im B.Sc. Bioökonomie studiert werden.
Der M.Sc. Bioeconomy soll erstmalig zum Wintersemester 2020/21 angeboten werden.

Die Bioökonomie zielt auf die Umstellung der Rohstoffbasis von fossilen auf biogene Rohstoffe und schlägt eine Brücke zwischen Technologie, Ökologie, Gesellschaft und Wirtschaft sowie deren Wechselwirkungen. Dieser Strukturwandel beinhaltet die Erzeugung und Nutzung biologischer Ressourcen, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Die Studiengänge in der Bioökonomie bildet Experten aus, die diesen Wandel verstehen, begleiten und gestalten können. Insgesamt ergeben sich für die Bioökonomie mehrere Arbeitsbereiche:

Um wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformationsprozesse begleiten zu können ist erstens ein Verständnis der involvierten Prozesse und beteiligter Akteure erforderlich. Dieses Verständnis des biobasierten Wirtschaftssystems endet nicht an nationalen Grenzen, sondern bezieht die regionale Betrachtung genauso mit ein wie die globalen Auswirkungen lokalen Handelns.

Zum Zweiten ist die Nutzung biogener Ressourcen nicht per se nachhaltig. Es bedarf daher eines umfassenden Verständnisses von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung sowie der neben der Bioökonomie existierenden weiteren Konzepte und Strategien zu deren Erreichung. Die schließt insbesondere die Ansätze der Kreislaufwirtschaft und der Industrial Ecology mit ein.

Zum Dritten erfordert die Bioökonomie die Beteiligung verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen und deren erfolgreiche Zusammenarbeit. Diese Disziplinen stammen aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, den Ingenieurswissenschaften und den Naturwissenschaften.

Biobasierte sowie bioinspirierte Innovationen bilden eine Grundlage, um den Strukturwandel voranzutreiben. Die Potenziale innovativer Produkte und Märkte sowie Technologien zur deren Umsetzung auf Basis biologischer Ressourcen sollen für die Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar gemacht werden.

Ziel des Studiums ist es innovationsfreudige Absolventen auszubilden, die ein Verständnis für die Komplexität eines notwendigen Strukturwandels haben. Durch passende Kombination von Themen der Mikro- und Makroökonomie, Chemie, Ingenieur- und Biowissenschaften mit umfassende Kenntnisse auf dem Gebiet des der effizienten und nachhaltigen Nutzung biogener Ressourcen haben die Absolventen ein interdisziplinäres Verständnis und können daraus Lösungsansätze entwickeln. Dabei sind sie in der Lage regionale, nationale und globale Perspektiven einzunehmen.

Bachelor Bioökonomie

Eckdaten

Regelstudienzeit/Credits

Abschluss

  • Bachelor of Science (B.Sc.)

Studienbeginn

  • zum Wintersemester

Bewerbungszeitraum

  • 15. Mai bis 15. Juli

Erforderlicher Sprachnachweis

Unterrichtssprache

  • Deutsch/Englisch

Zulassungsvoraussetzungen

Für den Bachelorstudiengang Bioökonomie sind neben allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife gute Englisch-Kenntnisse Voraussetzung, da einige Module in Englisch stattfinden. Nach erfolgreicher Bewerbung erfolgt eine Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP). Diese besteht aus den Pflicht-Modulprüfungen Microeconomics (VWL), Environmental Management, Organische Chemie und Mathematik. Sie muss spätestens bis zum Ende des 3. Semesters abgeschlossen sein und ist Voraussetzung für eine Fortführung des Studiums.

Art der Zulassung

Kosten pro Semester/Finanzierung

 

Studienaufbau

In den ersten beiden Semestern werden mathematische, naturwissenschaftliche sowie ökonomische Grundlagen vermittelt. Ab dem dritten Semester werden die Kenntnisse in ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fächern (technische Grundlagen, chemisch-stoffliche Nutzung, biologische Grundlagen) sowie in ökonomischen Themen (VWL und Wirtschaftspolitik, Kreislaufwirtschaft, Management) vertieft. Im fünften Semester kann anhand von Wahlmodulen ein Schwerpunkt gesetzt werden. Das interdisziplinäre Wahlmodul im sechsten Semester verbindet zwei Fachbereiche, um konkrete Probleme strukturiert und fachübergreifend zu bearbeiten. Das Studium schließt mit einer Bachelorarbeit ab.

Pflichtmodule

1.Semester

Mathematik | Microeconomics | Allgemeine Chemie | Physik | Zell- und Mikrobiologie | Environmental Management

2. Semester

Grundlagen Organische Chemie | Statistik | Einführung in die Informatik | Macroeconomics | Advanced Microeconomics | BWL 1 – Controlling and Supply Chain

3. Semester

Grüne Chemie | Grundlagen Thermodynamik | Forst und Holz | Produktion biogener Ressourcen | BWL 2 – Accounting and Entrepreneurship | Material Flow Analysis and Life Cycle Assessment

4. Semester

Methods of the Empirical Bioeconomy | Einführung Verfahrenstechnik | Introduction to Environmental and Resource Economics | Policy and Innovation | Circular Economy | Resource and Energy Management

5. Semester

Bioverfahrenstechnik | Management Science for Bioeconomy | Wahlmodule (gesamt 20 ECTS)

6. Semester

Evidence-based Management and Policy | Governance of the Bioeconomy | Allgemeines Wahlmodul (gesamt 5 ECTS) | Bachelor‘s Thesis

Kompetenzen und Fertigkeiten

Konkret erwerben die Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengang Bioökonomie folgende Kompetenzen:

  • sie verstehen betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Prozesse und kennen Modelle und Methoden, die Effekte von biobasierten Innovationen auf die Unternehmen, Volkswirtschaft und Gesellschaft zu bewerten.
  • sie verstehen umwelt- und ressourcenökonomische Fragestellungen und kennen Methoden und Vorgehensweisen, um diese in Unternehmen, Volkswirtschaft und Gesellschaft zu bewerten und in der Entscheidungsfindung zu integrieren.
  • sie beherrschen mathematische und naturwissenschaftliche Methoden, um Probleme in ihrer Grundstruktur zu abstrahieren und zu analysierensie besitzen natur- und ingenieurwissenschaftliche Grundkenntnisse und kennen Methoden zur Analyse, Modellbildung, Simulation sowie Entwurf und sind in der Lage diese anzuwenden
  • sie sind in der Lage betriebliche Veränderungsprozesse zu erkennen und zu verstehen
  • sie können erfolgreich in einer Gruppe arbeiten und ihre Ergebnisse kommunizieren
  • sie sind in der Lage, inter- und transdisziplinäre Probleme zu erkennen und zu strukturieren unter Berücksichtigung der betrieblichen, volkswirtschaftlichen sowie naturwissenschaftlichen Rahmenbedingungen
  • sie in der Lage sind, sich selbstständig neues Wissen aus dem relevanten Fachgebieten anzueignen
  • sie haben exemplarisch ausgewählte Technologiefelder kennengelernt und können damit die Brücke zwischen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen sowie wirtschaftlichen Anwendungen schlagen
  • sie haben exemplarisch außerfachliche Qualifikationen erworben und sind damit für die nichttechnischen Anforderungen einer beruflichen Tätigkeit sensibilisiert insbesondere im Bereich der politischen Prozesse
  • sie können durch ihr interdisziplinäres Wissen auf dem Gebiet der Bioökonomie Projekte eigenständig planen und sind in der Lage eine entsprechend ausgerichtete berufliche Tätigkeit in Industrie, Forschung und Beratung aufzunehmen
Berufsbild

Für die rasant wachsenden Aufgabenfelder in der Bioökonomie werden Hochschulabsolventen mit fachübergreifendem Verständnis benötigt. Die Absolventen des Studiengangs Bioökonomie können eine nachhaltige biobasierte Wirtschaft unterstützen und gestalten. Dazu
gehört vor allem die komplexe Umstellung der Rohstoffbasis von fossilen Ressourcen auf nachwachsende Rohstoffe bei der Energieerzeugung und in der chemischen Industrie. Gefragt sind Bioökonomen in Bereichen, die sich mit der Produktion, Verwendung und Ökonomie biogener Ressourcen sowie mit der Etablierung nachhaltiger Prozesse beschäftigen.

Aufbauend auf den Bachelor Bioökonomie kann ab dem Wintersemester 2020/21 der Masterstudiengang Bioeconomy studiert werden. 

Weitere Infos

Weitere Informationen zur Bewerbung und Zulassung sowie Verbindliche Regelungen zu Studienablauf und Prüfungen finden Sie in der Studiendatenbank der TUM.

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