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Auf dem Foto (v.l.): Franz Prebeck, Vorsitzender des Hochschulstadt Straubing e.V., Professor Dr. Hubert Röder, Tobias Bieloch und Hasso von Winning, Rotary-Club Straubing. Foto: WZS

Tobias Bieloch für seine Masterarbeit im Rahmen des Studiengangs „NawaRo“ am Wissenschaftszentrum ausgezeichnet

Wer sein Studium als Master für „Nachwachsende Rohstoffe“ (NawaRo) abschließt, hat hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wer darüber hinaus dafür auch noch einen Wissenschaftspreis erhält, kann sich besonders geehrt fühlen. So geht es Tobias Bieloch, der 31. Mai 2017 in Rahmen eines Festaktes im Wissenschaftszentrum mit dem Wissenschaftspreis Straubing ausgezeichnet wurde. Der gemeinsam vom Förderverein Hochschulstadt Straubing e.V. und dem Rotary-Club Straubing ausgelobte Wissenschaftspreis wurde in diesem Jahr bereits zum siebten Mal vergeben.

„Mit dem Preis wird meine Masterarbeit ein zweites Mal gewürdigt“, so der 30-jährige, der inzwischen als Geschäftsführer der Sonnen Vertriebsgesellschaft Süd GmbH tätig ist. Hier kümmert er sich um Firmen, die Energiespeicher einbauen.

Seine Masterarbeit hat Tobias Bieloch im Rahmen des Studienganges „Nachwachsende Rohstoffe“ verfasst, der ein gemeinsamer Studiengang von der Technischen Universität München (TUM) und der Hochschule Weihenstephan Triesdorf (HSWT) am Wissenschaftszentrum Straubing ist. Die Arbeit umfasst die Herleitung, Entwicklung und praktische Anwendung eines Werkzeuges, mit dem die betrieblichen Energie- und Stoffströme eines Sägewerkes erfasst und analysiert werden. Damit lassen sich individuelle Schwachstellen und Verbesserungspotenziale für einzelne Betriebe ermitteln. Laut Hubert Röder, Professor für Betriebswirtschaftslehre Nachwachsender Rohstoffe an der HSWT am Wissenschaftszentrum Straubing, liefern die Ergebnisse der Masterarbeit eine sehr gute Analyse der Ökonomie der untersuchten Energiesysteme, eine innovative Beurteilung der Nachhaltigkeit von Holzprodukten und damit einen wichtigen Diskussionsbeitrag zur Energie- und Rohstoffwende in Bayern.

Der Wissenschaftspreis Straubing dient der Förderung von Wissenschaft und Forschung am Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (KoNaRo) und wird an Studierende und Doktoranden verliehen, die am KoNaRo arbeiten und durch herausragende Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben.

Schwerpunkte Biotechnologie und Nachhaltigkeit

Am Wissenschaftszentrum Straubing, dem künftigen „TUM – Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit“, setzen Forscher und Studierende auf „Nachwachsende Rohstoffe“ (NawaRo) statt auf Erdöl, Kohle und Erdgas. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit am Campus stehen  Forschung und Studium zum Anbau, zur chemisch-stofflichen Nutzung und zur energetischen Verwertung „Nachwachsender Rohstoffe“. Zudem werden ökonomische Aspekte rund um die Erzeugung, Vermarktung und Verwendung von „Nachwachsenden Rohstoffen“ untersucht.

Mit dem Bachelor- und Master-Studiengang „Nachwachsende Rohstoffe“ bereiten sich Studierende auf eine Karriere als Ingenieur, Chemiker oder Betriebswirtschaftler vor. Zum Wintersemester 2017/18 starten die drei neuen Studiengänge Chemische Biotechnologie (Bachelor), Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Nachwachsende Rohstoffe (Bachelor) und sowie Biomassetechnologie (Master) als gemeinsamer Studiengang mit der Universität für Bodenkultur Wien. Im Wintersemester 2018/19 folgt der Studiengang Bioökonomie, als erster Bachelorstudiengang zu diesem Thema in Deutschland.

WZS-Pressemeldung | 31. Mai 2017