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20140809-aktuelles-studenten-japanGastforscherinnen aus Japan auf Austausch am Wissenschaftszentrum Straubing

Internationales Flair am Wissenschaftszentrum Straubing: Dafür sorgen seit Ende Juli wieder drei Gastforscherinnen von der Keio-Universität im japanischen Yokohama. Die Masterstudentinnen Rena Momma, Makiko Sasaki und Risa Hemmi verbringen im Rahmen des seit 2012 laufenden deutsch-japanischen Austauschprogramms in ihren Sommerferien sieben Wochen am Lehrstuhl für Chemie Biogener Rohstoffe der Technischen Universität München von Prof. Volker Sieber.

Gemeinsam mit den Straubinger Wissenschaftlern erforschen sie neue Enzyme, die dazu beitragen können, aus der Glukose in nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Stroh Grundchemikalien für die chemische Industrie herzustellen, die dann zum Beispiel in der Produktion von Biokunststoffen verwendet werden könnten. Die Enzyme gewinnen die Forscher aus Bakterienkolonien zum Beispiel an Meeresschwämmen oder in Erdproben, erklärt Lehrstuhl-Mitarbeiter Jochen Schmid. „Wir müssen diese Enzyme erst mal charakterisieren“, beschreibt Schmid das Aufgabenfeld der japanischen Gäste. Dabei geht es zum Beispiel darum, bei welcher Temperatur und bei welchem pH-Wert die Enzyme am effektivsten arbeiten und welche Moleküle sie überhaupt umsetzen können. Ziel ist es, Enzyme zu finden, die dazu beitragen können, aufwendige chemische Prozesse abzukürzen und damit die Verwendung nachwachsender Rohstoffe effektiver zu machen.

Aha-Erlebnisse im Labor

Dabei lernen die Forscher aus Japan und Deutschland voneinander: Beide Partnerinstitutionen arbeiten zwar im gleichen Forschungsfeld, sind aber mit unterschiedlichen Geräten ausgestattet. Auch alltägliche Laborarbeiten werden nicht immer gleich ausgeführt – was für das eine oder andere Aha-Erlebnis auf beiden Seiten sorgt.

Untergebracht sind die drei Masterstudentinnen aus Yokohama in einer Ferienwohnung ganz in der Nähe des Festplatzes am Hagen. „Wir haben Glück, dass wir gerade während des Volksfests in Straubing sind“, weiß Risa Hemmi. Außerdem hätten sie schon herausgefunden, dass es hierzulande viele verschiedene Biersorten gibt und dass man an der Donau wunderbar radeln kann.

Auch eine Straubinger Doktorandin ist zurzeit für sechs Wochen an der Keio-Universität. Das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderte Partnerschaftsprogramm zwischen Straubing und Yokohama läuft heuer aus. Lehrstuhl-Mitarbeiter Schmid hat aber schon eine Fortsetzung für weitere drei Jahre beantragt.

Quelle: Straubinger Tagblatt | Die Hochschulseite | 09.08.2014 -pehe-