Seite auswählen

20140807-aktuelles-sibler-entwicklung-standortSibler verspricht Unterstützung für Übergangslösung am Wissenschaftszentrum

„Die Entwicklungsdynamik in Straubing ist sehr hoch“, sagte Bernd Sibler, Staatssekretär für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst am Mittwoch. Bei einem Rundgang durch das Wissenschaftszentrum an der Schulgasse konnte er sich vom Ausbaufortschritt überzeugen. Bis zum Jahr 2019 oder erst 2020 soll auch der Neubau an der Donau fertig sein. Damit diese Entwicklungsdynamik aber anhält, seien zusätzliche Laborkapazitäten bereits früher notwendig, betonte Oberbürgermeister Markus Pannermayr. „Wir können nicht bis zum Neubau warten“, sagte der OB. Für die Übergangslösung mit Containern sicherte Sibler seine Unterstützung zu – über die Kosten müsse jedoch noch gesprochen werden.

„Acht zusätzliche Stellen für das Wissenschaftszentrum stehen im Doppelhaushalt 2015/2016“, sagte Bernd Sibler, „es tut sich was“. So freute er sich, dass die Zahlen der Masterstudenten am Wissenschaftszentrum „sehr stark“ ansteigen, und auch mehr und mehr Bachelorstudenten nach Straubing kommen.

Der Architektenwettbewerb für den Neubau an der Donau sei bereits gestartet, „wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Pannermayr. Die Herausforderung sei, nun bis zu einer Fertigstellung 2019 oder eben erst 2020 zusätzliche Laborkapazitäten zu schaffen. Auf dem Campusfest am Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe vor zwei Wochen sei deshalb zum ersten Mal die Übergangslösung mit Containern für Räume und Labors formuliert worden. Denn damit Studenten nach Straubing kommen, müsse die Qualität stimmen. Die Idee mit den Containern klinge simpel, sei jedoch eine gewaltige finanzielle Herausforderung, die mehrere Millionen Euro kosten könne.

„Die Frage ist nicht ob, sondern wie“

„Die Frage ist nun nicht, ob es eine Übergangslösung mit Containern gibt, sondern wie das gemacht wird“, sagte Bernd Sibler. Jedoch müsse über die Größe und insbesondere die Summen noch gesprochen werden, ebenso gelte es, die Vorgaben der Haushaltsgesetzgebung zu beachten. „Denn mit dem, was wir jetzt haben, können wir keine etablierten Kollegen herholen“, kritisierte Geschäftsführender Direktor Prof. Dr. Klaus Menrad.

Geschäftsführer Dr. Norbert Fröhlich führte die Besucher durch die Räume des Wissenschaftszentrums. In der Mensa mit 55 Sitzplätzen können die Studenten bald ihr Mittagessen genießen, „und es gibt noch weitere Räume, die dafür genutzt werden können“, erklärte Dr. Fröhlich. Ebenso zeigte er die neuen Seminarräume und einen EDV-Raum. Das „Filetstück“ ist der größte Hörsaal des Wissenschaftszentrums für über 95 Studierende. Der Raum wurde zuvor von der Volkshochschule für Tanzkurse verwendet und aufwendig restauriert. „Das glaube ich, dass man hier gut studieren kann“, war Bernd Siblers Kommentar zu dem Raum.

Auch die Cafeteria könne künftig als flexible Erweiterung der Mensa genutzt werden, erklärte Dr. Fröhlich. Dies sei nun eine Lösung, die mitwachsen könne. Insgesamt können bis zu „400 gute Mittagessen“ gekocht werden. Das sei auch den Vertretern des Studentenwerks wichtig gewesen, erzählte er. „Die Zeiten der Gulaschkanone sind also vorbei“, fügte Sibler lachend hinzu, das habe es nämlich in seiner Studentenzeit gegeben. Heute brauche man eine studentische Infrastruktur – das bedeute zum Beispiel eine Mensa und Wohnungen.

Bald auch Räume im ehemaligen Jugendzentrum

Die nächste Station der Führung war das ehemalige Jugendzentrum an der Petersgasse. Im Jahr 2016 könne auch dieses Gebäude bezogen werden, erklärte Dr. Fröhlich. Leitender Baudirektor Wolfgang Bach erläuterte, dass bei diesen Arbeiten drei Meter von der Straße gewonnen werden könnten; das würde wiederum das Gebäude des ehemaligen Jugendzentrums aufwerten.

Einen letzten Halt machten die Leiter des Wissenschaftszentrums und die Besucher an der Uferstraße. Mit dem Beginn für den Neubau sei Ende des Jahres 2016 zu rechnen, so OB Pannermayr. Der Architektenwettbewerb sei bereits voll im Gange und es haben sich laut Dr. Fröhlich bereits viele Architekten dafür beworben. Ein weiteres Anliegen von Markus Pannermayr war die Weiterentwicklung der Studiengänge. Er nannte dabei beispielsweise den Bereich Werkstoffe und forderte auch eine stärkere internationale Vernetzung. „Qualität wird sich durchsetzen“, sagte Bernd Sibler zu der Auswahl der künftigen Studiengänge.

Quelle: Straubinger Tagblatt | Straubinger Rundschau | 07.08.2014 -phi -