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Lie­be, Tod und Wis­sen­schaft

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Die Showvorlesung Physik bei “150 Jahre TUM” wurde stilecht im Frack von Prof. Dr. Josef Kainz gehalten. (Bild: Scharrer/SRT)

TUM-Cam­pus Strau­bing lud zu span­nen­den Show­vor­le­sun­gen und In­for­ma­tio­nen

 

von Ulli Scharrer | Straubinger Tagblatt | 15.10.2018

Ein Liebesbarometer und ein Todesmagnet erwarteten Gäste am Samstag beim Tag der offenen Tür am TUM-Campus Straubing. Und noch viel mehr wurde wissenschaftlich mit viel Elan präsentiert. Viel Engagement steckten Dozenten und Studenten in ihre Showvorlesungen mit Physik, Chemie und Biotechnologie und beim Science Slam gab es „knackige Kurzvorträge mal anders“. Vier verschiedene Führungen durch die Gebäude gab es und Vorführungen, wie zum Beispiel „Algenstruktur durch Lichtmuster“ oder ein „Eye Tracking“, das verrät, wie Kunden Produkte wahrnehmen. Außerdem konnte die Produktion und Analytik hochwertiger Brennstoffe aus biogenen Reststoffen entdeckt werden.

Der Tag der offenen Tür gehört zur Feier des Geburtstagsjahrs der international geachteten Universität. 150 Jahre TUM feierte man am Samstag auch am Campus Straubing. Der ist zwar noch nicht so alt, hat aber als der neueste Standort der Technischen Universität München glänzende Jahre vor sich.

Wie groß und vielfältig der Campus geworden ist, zeigten Posterausstellungen der Lehrstühle, Professuren und der Bibliothek. Sie fanden kaum Platz im Hörsaal. Die Ständer reichten auch nicht aus, da mussten noch die Wände als Infoposter-Fläche herhalten. Engagierte Studenten gaben nicht nur Schülern, die sich für ein Studium interessieren, viele Informationen auf Augenhöhe.

Persönlich prüfte Dr.-Ing. Norbert Fröhlich, Geschäftsführer des TUM-Campus Straubing, sogar die Hüpfburg für Kinder, die mit einer Schmink- und Spielecke betreut wurden. Die Kinder waren aber auch von dem Angebot für Erwachsene begeistert. Zum Beispiel bei der ersten Showvorlesung von Physik. Getreu „150 Jahre“ trat der Dozent im Frack auf, mit Luftkanone (die kann physikalische Prinzipien verdeutlichen und „schnittige Frisuren zaubern“) und Wasserhammer sowie der erwähnten Liebe (dieses Barometer wurde von einem „Frischverlobten“ vorgeführt, „funktioniert aber bei jedem“) und Tod in der Physik. Knallig große Rauchexplosionen und ein „windiger Abschied“ gehörten auch dazu. Man merkte Studenten und Dozenten an, dass sie sich viel Gedanken darüber gemacht haben, ihre Fachgebiete spannend und mit Spaß zu präsentieren. Klassischer, obwohl ohne Frack, dafür in weißen Forscherkitteln, konnte man anschließend sein Wissen im Labor erweitern oder an anderen Stellen Experimente beobachten oder sogar daran teilnehmen. Und natürlich gab es noch einen Vortrag über „TUM-Campus Straubing – aktueller Stand und weitere Entwicklung“.