Unsere Forschung ist entlang klar definierter Themenfelder organisiert, die gemeinsam den gesamten Lebenszyklus polymerer Materialien abdecken.
Fragestellung
Wo entsteht Mikroplastik – und wie gelangt es in Umwelt und Mensch?
Inhalt
Dieser Forschungsbereich untersucht primäre und sekundäre Mikroplastikquellen entlang von Nutzung, Abrieb und Alterung. Dazu zählen unter anderem Verpackungen, Textilien, Reifenabrieb, landwirtschaftliche Anwendungen sowie industrielle Prozesse. Ziel ist es, Emissionshotspots zu identifizieren und quantitativ zu erfassen.
Methoden
- Realitätsnahe Abrieb- und Alterungstests
- Emissionsmessungen in technischen und natürlichen Systemen
- Modellierung von Transport- und Eintragspfaden
Relevanz
Die Ergebnisse bilden die Grundlage für gezielte Vermeidungsstrategien und regulatorische Maßnahmen.
Fragestellung
Wie lassen sich Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen so gestalten, dass sie funktional und ökologisch verantwortbar sind?
Inhalt
Im Zentrum stehen neue Polymerklassen aus biogenen Rohstoffen sowie die gezielte Steuerung ihres Abbauverhaltens. Der Fokus liegt nicht nur auf „Abbaubarkeit“, sondern auf vorhersagbaren, messbaren und kontextabhängigen Abbauprozessen, die Mikroplastikbildung vermeiden.
Methoden
- Synthese biobasierter Monomere und Polymere
- Materialdesign und Struktur-Eigenschafts-Analysen
- Quantitative Bioabbau- und Mineralisationstests
Relevanz
Dieser Bereich verbindet Materialinnovation mit Umweltverträglichkeit und adressiert eine der zentralen Schwächen heutiger Biokunststoffe.
Fragestellung
Wie kann Mikroplastik zuverlässig identifiziert, quantifiziert und bewertet werden?
Inhalt
Die Entwicklung und Harmonisierung analytischer Methoden ist entscheidend für Vergleichbarkeit und Regulierung. Dieser Bereich arbeitet an robusten Messverfahren für Mikro- und Nanoplastik sowie an Referenzmaterialien und Standards.
Methoden
- Spektroskopische und thermische Analytik
- Partikel- und Größenverteilungsanalysen
- Lebenszyklus- und Wirkungsabschätzungen
Relevanz
Nur belastbare Daten ermöglichen evidenzbasierte Entscheidungen in Politik, Industrie und Gesellschaft.