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Einkaufen für die Wissenschaft

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Die Eye-Tracking-Brille ist nur etwas größer als eine Sportsonnenbrille und das Aufzeichnungsgerät trägt man locker leicht in einer kleinen Umhängetasche mit sich. Dazu gibt es Erklärungen und ein paar Fragen nach dem Einkauf. (Bild: Scharrer/ SRT)

Marktforschung mit Eye-Tracking-Brille beim Edeka-Markt an der Landshuter Straße

 

29.01.2019 | Straubinger Tagblatt | Ulli Scharrer

Den Durchblick findet das Marktforschungsteam des Lehrstuhls der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf am TUM Campus Straubing zurzeit mit der Hilfe engagierter Einkäufer im Edeka-Markt an der Landshuter Straße. Mithilfe einer Eye-Tracking-Brille wollen sie das Einkaufsverhalten von Menschen bei verschiedenen Lebensmitteln nachvollziehen.

Mit Tomaten, nach Äpfeln und Käse, ist man diese Woche bei der Halbzeit des Projekts angekommen. „Überrannt werden wir nicht, aber unser Pensum schaffen wir“, erklärt Projektleiterin Lyn Lampmann. Die Doktorandin freut sich, „dass die Leute, die mitmachen, aufgeschlossen, interessiert und geduldig sind“. Aus allen Altersschichten machen Kunden mit, die Älteren, „sprich ab 50“, machen am liebsten mit. „Wir sind zufrieden, aber freuen uns auf jeden, der noch mitmachen will“, erklärt Lyn Lampmann. Wer schaut wohin? Welche Informationen oder Kriterien sind für Verbraucher bei der Wahl ihres Produkts wichtig? Das sind die Fragen, die die Aufzeichnungen beantworten wollen. Die Marktforschungsstudie ist Teil des Projekts „VerPlaPoS“, das versucht, neue Wege der Müllvermeidung aufzuzeigen.

Eye-Tracking-Brille zeichnet das Einkaufsverhalten auf

Mit einem sechsköpfigen Team steht man montags bis donnerstags zwischen 9.30 und 17 Uhr im Foyer des Stadler und Honner Markts. „Am Donnerstag wird am häufigsten eingekauft, mittwochs am wenigsten“, hat das Team von Prof. Dr. Klaus Menrad schon beobachtet. Bilanz wird aber erst am Schluss gezogen. Bis 14. Februar läuft die Praxisstudie noch. Welche Faktoren das Kaufverhalten maßgeblich beeinflussen, möchte man im Edeka-Markt an der Landshuter Straße herausfinden. Mithilfe einer Brille, die aufzeichnet, worauf sich das Augenmerk bei einem Produkt richtet.

Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass man ein entsprechendes Produkt, Tomaten, Äpfel, Wurst, Käse und Chips, in der dafür vorgesehenen Woche im Edeka-Markt an der Landshuter Straße kaufen will. Als Teil des spannenden Projekts wird man während des Einkaufs die Eye-Tracking-Brille tragen, die vom Forschungsteam so an die Verbraucher angepasst wird, dass die Besorgungen ungestört durchgeführt werden können.

Ein kleines Dankeschön für das Mitmachen

Nur während man das ausgewählte Produkt kauft, muss man die Brille tragen. Danach erledigt man ganz normal seinen Einkauf. Dann sollte man noch kurz Zeit haben, um mit dem Team das Video des Einkaufs gemeinsam anzusehen und ein paar Fragen zu beantworten. Diese Woche geht es um Tomaten, nächste um Salami und dann um Chips. Aus diesem Grund ist es für eine erfolgreiche Teilnahme wichtig, etwa 15 Minuten mehr als üblich für den Einkauf einzuplanen. „Fürs Mitmachen erhalten Sie ein Dankeschön in Form von Bargeld“, erklärt das Marktforschungsteam des Lehrstuhls der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf am TUM Campus Straubing. So schön und wissenschaftlich kann einkaufen sein. Einfach mitmachen!