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Junge Doktoranden erklären ihre Arbeit und die Möglichkeiten, die ein Studium am Straubinger TUM-Campus bietet.

Schü­ler­tag am TUM-Cam­pus lockt Ab­itu­rien­ten aus nah und fern zum Ko­Na­Ro

„Nach dem Abi wusste ich auch nicht, was ich machen sollte“, erklärt einer der Doktoranden, die sich unkompliziert mit Vornamen den Schülern vorgestellt haben. Und er fügt hinzu: „Chemie fand ich aber immer geil.“ Jetzt schreibt er seine Doktorarbeit in dieser Wissenschaft am TUM-Campus Straubing. Und der wurde beim Schülertag am Donnerstag umfassend angehenden Studenten aus Straubing, München und anderen Teilen Bayerns vorgestellt. Und dabei auch die Vorteile vom gesamten Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (KoNaRo) plus Fraunhofer-Institut herausgestellt.

Informationen zum Studienablauf am TUM-Campus Straubing und zu anschließenden Berufsfeldern gab es für rund 60 Schüler zu den Studiengängen Chemische Biotechnologie, NawaRo und BWL. Dipl.-Ing. (FH) Friedrich Münch von der Presseabteilung führte nach einer Einführungsveranstaltung potenzielle Studenten über den Campus und erklärte auch, wie groß dieser in den kommenden Jahren werde.

Münch holte auch Mitarbeiter und Doktoranden, die zum Teil aus Indien, USA oder Peru kommen, um in Straubing zu forschen, aus ihren Räumen, damit sie aus erster Hand den Schülern von ihrer Arbeit berichten konnten. Ziel des Schülertags, der an allen Einrichtungen der TU München stattfindet, sei es, „erste Eindrücke eines Studiums“ zu vermitteln und Beratungsangebote aufzuzeigen. Dabei wurde Wert gelegt, die moderne Forschung und Ausrüstung zu zeigen, aber auch Mensa Gespräche mit Studenten zu ermöglichen, die ihren „Studi-Blick“ auf die Einrichtung den nur etwas Jüngeren erklären konnten.

Benedikt Hofer und Dana Nickel „stehen auf Chemie“.

Bei den Schülern, die sich für Chemische Biotechnologie interessieren, trifft man mögliche künftige Studenten aus nah und fern. Dana Nickel ist vom Theodolinden-Gymnasium aus München angereist. Nach dem Abi will sie studieren, „was mit Chemie“. Zur Information nutzt sie gerne den Schülertag und ist besonders neugierig auf die Labore. Straubing kennt sie bisher noch nicht, aber „umziehen gehört zu einem Studium doch dazu“, erklärt die Münchnerin.

„Unser Chemielehrer ist sehr engagiert“, erklärt Benedikt Hofer, daher ist er auf den Chemie-Geschmack gekommen. In der Nachbarschaft am Turmair-Gymnasium (das einzige Straubinger Gymnasium, das Schüler schickte) strebt er gerade sein Abi an und freut sich über die Einblicke in ein Studium an diesem Tag. Praktisch findet er es, dass er die Möglichkeit hat, vor Ort zu studieren, „da wird man nicht so aus seinem Umfeld gerissen“. Aber natürlich kann man auch mit einem Studium in Straubing die Welt entdecken, erklärt Münch. Die TU München bietet ihren Studenten viele Möglichkeiten zu einem Auslandssemester. Er fasst zusammen: „Bis auf Nordkorea ist eigentlich alles möglich.“

Nach dem Rundgang konnten die rund 60 Schüler noch verschiedene Forschungen kennenlernen, zum Beispiel: „Zeitsprung aus der Steinzeit – Moderne Klebstoffe aus Birkenpech“ der Professur für Biogene Polymere oder das Tansania-Projekt der Professur für Umweltpolitik und Ressourcenökonomie. Die experimentelle Vorstellung der Arbeit des Lehrstuhls Chemie Biogener Rohstoffe mit „Geruchsstoffe, Biokunststoffe, biogene Produktion von Grundchemikalien“ oder mikroskopische Holzuntersuchung waren weitere Themenfelder.

Quelle: Straubinger Tagblatt, 09.02.2018