TUMCS, BIT

Prof. Grimm diskutiert auf der BioKI-Konferenz in Berlin: Wie KI die biologische Revolution beschleunigt

Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt in der Bioökonomie rasant an Bedeutung und verändert Forschung und industrielle Anwendungen gleichermaßen. Wie KI künftig biotechnologische Prozesse beschleunigen und völlig neue Möglichkeiten in der Molekülentwicklung, Prozesssteuerung und Skalierung eröffnen kann, war Thema der Konferenz BioKI, die am 10. November im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) in Berlin stattfand. Mit dabei war auch Prof. Dr. Dominik Grimm vom TUM Campus Straubing (TUMCS).

Fünf Personen, zwei Frauen und drei Männer, sitzen vor einem blauen Hintergrund bei einer Podiumsdiskussion. Einer der Männer, Prof. Grimm, hält ein Mikrofon in der Hand und spricht.

Prof. Dr. Grimm (2. von links) spricht auf der BioKI-Konferenz in Berlin

Durch die schnellere Analyse großer Datenmengen, die Automatisierung komplexer Prozesse oder die Optimierung von Wertschöpfungsketten kann KI dazu beitragen, biologische Systeme besser zu verstehen, zu gestalten und zu nutzen. Wie KI die biotechnologische Revolution beschleunigen kann, war Thema einer Podiumsdiskussion mit Philipp Heuermann von Ginkgo Bioworks, Christian Spier von Differential Bio, Prof. Dominik Grimm vom TUMCS und Laura Helleckes vom Imperial College London. Das exakte Thema der Diskussion lautete: „Vom Molekül bis zur Bioraffinerie: Wie wird KI die biologische Revolution beschleunigen?“

Prof. Grimm betonte insbesondere die Herausforderungen bei der Skalierung biotechnologischer Prozesse. „Wir brauchen intelligente und schnelle Verfahren, um die Menge an Daten verarbeiten zu können“, erklärte er und verwies darauf, dass Zwischenstufen bei der Skalierung entscheidend seien, um Verfahren zügiger in die Produktion zu bringen und dort reale Daten für die weitere Optimierung zu gewinnen.

Als Experte für Bioinformatik und maschinelles Lernen forscht Grimm an rechnergestützten Methoden, mit denen biologische und chemische Systeme effizienter analysiert und optimiert werden können. Ziel ist es, nachhaltige Anwendungen in den Lebenswissenschaften und der Landwirtschaft voranzutreiben. Seit 2018 ist er Professor für Bioinformatik der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) am TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit.