Durch die schnellere Analyse großer Datenmengen, die Automatisierung komplexer Prozesse oder die Optimierung von Wertschöpfungsketten kann KI dazu beitragen, biologische Systeme besser zu verstehen, zu gestalten und zu nutzen. Wie KI die biotechnologische Revolution beschleunigen kann, war Thema einer Podiumsdiskussion mit Philipp Heuermann von Ginkgo Bioworks, Christian Spier von Differential Bio, Prof. Dominik Grimm vom TUMCS und Laura Helleckes vom Imperial College London. Das exakte Thema der Diskussion lautete: „Vom Molekül bis zur Bioraffinerie: Wie wird KI die biologische Revolution beschleunigen?“
Prof. Grimm betonte insbesondere die Herausforderungen bei der Skalierung biotechnologischer Prozesse. „Wir brauchen intelligente und schnelle Verfahren, um die Menge an Daten verarbeiten zu können“, erklärte er und verwies darauf, dass Zwischenstufen bei der Skalierung entscheidend seien, um Verfahren zügiger in die Produktion zu bringen und dort reale Daten für die weitere Optimierung zu gewinnen.
Als Experte für Bioinformatik und maschinelles Lernen forscht Grimm an rechnergestützten Methoden, mit denen biologische und chemische Systeme effizienter analysiert und optimiert werden können. Ziel ist es, nachhaltige Anwendungen in den Lebenswissenschaften und der Landwirtschaft voranzutreiben. Seit 2018 ist er Professor für Bioinformatik der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) am TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit.