Das Projekt verknüpft mehrere Forschungseinrichtungen: das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) Straubing, die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) am Campus Straubing der Technischen Universität München (insbesondere die Professur für Bioinformatik von Prof. Dr. Dominik Grimm) sowie die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL).
Die steigenden Anforderungen an einen nachhaltigen Pflanzenbau erfordern innovative Lösungen, da herkömmliche, großflächige chemische Pflanzenschutzmaßnahmen mit hohen Umwelt- und Kostenrisiken verbunden sind. Die Nutzung von Drohnen in Kombination mit modernen Verfahren der Mustererkennung stellt einen vielversprechenden Ansatz dar, der mittel- bis langfristig die Effizienz in der Beikrautregulierung erhöht und gleichzeitig den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert.
Im Projekt entstehen Beikraut-Applikationskarten, die das räumliche Verteilungsmuster von Beikrautbesatz in landwirtschaftlichen Beständen abbilden. Grundlage hierfür sind umfangreiche Daten aus Drohnenbefliegungen über Sorghum- und Maisflächen, die anschließend mit KI-Algorithmen ausgewertet werden. Die entwickelten Karten sollen nicht nur die Ortung von Unkraut erleichtern, sondern auch als Steuerungsgrundlage für Feldroboter dienen, welche mechanische Beikrautregulierungsmaßnahmen präzise dort durchführen, wo sie notwendig sind. Dadurch wird eine teilflächenspezifische Bearbeitung möglich, die Bodenerosion reduziert und die Pflanzengesundheit stärkt.
Zum Projekt gibt es nun einen Videobeitrag des Kompetenz-Netzwerks Digitale Landwirtschaft (KNeDL) in Bayern: https://youtu.be/XyFvBe4bY3Q.