TUMCS

Studierende erkunden Innovationslandschaft am Hafen Straubing: Mit dem Radl zur Bioökonomie von morgen

Wie eng Wissenschaft, Unternehmertum und industrielle Anwendung in Straubing zusammenhängen, haben rund 50 Studierende und Forschende des TUM Campus Straubing (TUMCS) am vergangenen Freitag erlebt. Die Gruppe radelte vom Campus in der Uferstraße zum BioCampus im Hafen und erhielt dort Einblicke in die Bioökonomie- und Biotechnologie-Infrastruktur. Die Tour schlug nicht nur eine Brücke zwischen zwei wichtigen Standorten der regionalen Bioökonomie, sondern setzte auch ein Zeichen für nachhaltige Mobilität.

Eine große Gruppe von Radfahrern vor der Uferstraße 53

Ein Teil der Radlfahrer bei der gemeinsamen Abfahrt am TUM Campus Straubing.

Eine junge Frau und ein junger Mann vor Roll-up-Displays; die Frau spricht in ein Mikrofon.

Studierende des TUM Campus Straubing stellten am Hafen ihre Geschäftsideen rund um nachhaltige Technologien vor.

Mitgeradelt sind neben den Studierenden auch TUMCS-Rektor Prof. Dr. Volker Sieber, Straubings Bürgermeister Peter Stranninger sowie Matthias Reisinger von der städtischen Stabsstelle Mobilitätsentwicklung. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Professur für Bioverfahrenstechnik (Prof. Michael Zavrel) gemeinsam mit der BioCampus Straubing GmbH, das Event gefördert hat das Natio­nale Trans­fernetz­werk zur Beschleu­nigung der indust­riellen Bioöko­nomie TransBIB.

Studierende präsentieren neue Geschäftsideen

Nach der Ankunft am Technologie- und Gründerzentrum im Hafen stand zunächst die nächste Generation von Unternehmerinnen und Unternehmern im Mittelpunkt. Studierende präsentierten im Rahmen des Kurses „Clean Tech Ventures“ von Prof. Claudia Doblinger ihre Geschäftsideen rund um nachhaltige Technologien und bioökonomische Innovationen. In Pitches stellten sechs Teams ihre Konzepte vor.

Parallel dazu konnten die Teilnehmenden verschiedene Einrichtungen besuchen, die den Standort Straubing in Sachen Skalierung und Demonstration neuer Prozesse für die industrielle Biotechnologie bundesweit einzigartig machen. Auf dem Programm standen Führungen durch das Bio Scale-Up Center des TUM Campus, die Baustelle der BioCampus MultiPilot Anlage sowie Bayernhof BioTec.

Projektleiter Matthias Scholz stellte Ziele, Angebote und Unterstützungsmaßnahmen des Projekts TransBIB vor. Besonders im Fokus stand der sogenannte „One Stop Shop“: eine zentrale Anlaufstelle, die Studierende, Forschende und Unternehmen bei Innovations- und Transferprozessen unterstützt.

Dass Innovation auch im Kleinen beginnt, zeigte die Prämierung eines studentischen Wettbewerbs. Die Studierenden hatten neue Fahrradweg-Beschilderungen zwischen Campus und Hafen gestaltet. Die Gewinner wurden ebenso ausgezeichnet wie die erfolgreichsten Teams der Clean-Tech-Pitches. Den Abschluss bildete eine Grillfeier im Biergarten. Die Veranstaltung zielte darauf, kreative Ideen sichtbar zu machen und junge Menschen für Unternehmertum und nachhaltige Entwicklung zu begeistern. Und die Tour zeigte: Die Wege zwischen Forschung, Innovation und Anwendung sind in Straubing nicht weit – und meistens lassen sie sich bequem mit dem Radl zurücklegen.