In ihrem ausgezeichneten Paper „Catalysts of Change: A Systems Perspective on Environmental Innovation Potential in Climate-Tech Collaborations“ untersucht Isabel Schöberl gemeinsam mit ihren Ko-Autoren, wie Kooperationssysteme die Innovationskraft von Climate-Tech-Unternehmen beeinflussen. Grundlage der Studie ist ein umfassender Datensatz von rund 2.500 europäischen Unternehmen im Zeitraum 2000 bis 2023.
Die Ergebnisse zeigen klar die zentrale Rolle von Zusammenarbeit für nachhaltige Innovationen: Unternehmen, die stärker in Kooperationsnetzwerke eingebunden sind, weisen ein höheres „Environmental Innovation Potential“ (EIP) auf – ein zukunftsgerichtetes Maß, das Emissionsminderungspotenzial und Innovationsaktivität kombiniert. Besonders wirkungsvoll sind Kooperationen zwischen öffentlichen und privaten Akteuren, beispielsweise mit Universitäten oder staatlichen Institutionen. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass bestehende Partnerschaften zusätzliche sektorübergreifende Kooperationen anziehen und somit eine sich selbst verstärkende Dynamik entsteht.
Die Auszeichnung unterstreicht die hohe Relevanz und Qualität der Forschung am TUM Campus Straubing und zeigt, wie fundierte wissenschaftliche Analysen dazu beitragen können, die Transformation hin zu einer klimafreundlichen Wirtschaft gezielt voranzutreiben.