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Wissenschaftspreis 2018: „Hohe Qualität“

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Stolz präsentieren Katharina Langer und Maximilian Frankl ihre Urkunden inmitten von Vertretern des TUM Campus.

Festakt für junge Preisträger für praxisorientierte Forschung zu Windkraft und Biotreibstoff

Am Dienstagabend ist der diesjährige Straubinger Wissenschaftspreis vergeben worden. In der Kategorie „Doktorarbeit“ wurde die aus dem Rheinland stammende Doktorandin Katharina Langer ausgezeichnet, in der Kategorie „Master“ der aus Otzing kommende Maximilian Frankl. Der mit 2000 Euro und 1000 Euro dotierte Preis wird gemeinsam vom Verein Hochschulstadt Straubing und dem Rotary-Club gestiftet und wurde dieses Jahr zum neunten Mal vergeben.

Zu dem Festakt im Foyer des Wissenschaftszentrums am TUM-Campus waren rund 100 Gäste gekommen, darunter Ehrenbürger Dr. Hermann Balle, Oberbürgermeister Markus Pannermayr und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Kultur.

Preisträgerin Katharina Langer wurde von Laudator Prof. Dr. Klaus Menrad vom Fachgebiet Marketing und Management Nachwachsende Rohstoffe gewürdigt, an dessen Lehrstuhl die Arbeit entstanden war. Sie hatte über die Akzeptanz von Windrädern in der Bevölkerung geforscht und die Ergebnisse in mehreren Artikeln in international hoch angesehenen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Prof. Menrad zeichnete das Bild einer jungen Forscherin, die bereits in vielen Ländern auf vier Kontinenten geforscht und gearbeitet hat: „Eine herausragende Persönlichkeit und talentierte Nachwuchswissenschaftlerin, der Prototyp einer Doktorandin, von denen wir noch viele in die Welt hinausschicken wollen.“

Straubing: „Paradies für Doktoranden“

In ihrer Dankesrede nannte die heute am Fraunhofer-Institut Freiburg forschende Katharina Langer Straubing ein „Paradies für Doktoranden“ und bekannte, sie blicke wehmütig auf dreieinhalb Jahre hier zurück.

Die Laudatio auf Preisträger Maximilian Frankl hielt Prof. Josef Kainz vom Fachgebiet Energietechnik. Er beschrieb Frankl als „Vorzeigestudent“, der über „ein Thema von großer Aktualität und eine Frage, die uns auf den Nägeln brennt“, geforscht habe. Frankl hatte sich damit beschäftigt, wie und warum Kraftstoffe mit höheren Bioethanol-Anteilen zu einer geringeren Schadstoff-Belastung im Straßenverkehr führen.

Preis: „Große Wertschätzung“

„Die Arbeit gibt einen deutlichen Hinweis, dass man unter Realbedingungen mit Ethanol Schadstoffe und klimafeindliche Stoffe reduzieren kann“, erklärte Prof. Kainz, „der Blick wird damit wieder auf die nicht zu übersehenden Vorteile von Biokraftstoffen gerichtet.“

Der Professor hob besonders hervor, dass Frankl seine Ergebnisse auf der renommierten Tagung „Kraftstoffe der Zukunft“ in Berlin vorstellen durfte. Frankl nannte den Preis „eine große Wertschätzung“. Der Preisträger wird die nächsten Jahre in Straubing bleiben und am Technologie- und Förderzentrum bleiben.

Zuvor hatte der Vize-Vorsitzende des Vereins Hochschulstadt, Konrad Schnupp, die Entwicklung des 2010 erstmals vergebenen Preises skizziert. Er sprach von einer hohen Qualität der Bewerbungen und großer
Aktualität der eingereichten Themen. Schnupp würdigte dabei auch den Ideengeber zu diesem Preis, Dr. Martin Huber, und ebenso die ersten Sponsoren Dr. Hermann Balle und Karl Bauer.

Forschung: „Hohe gesellschaftliche Relevanz“

OB Pannermayr überbrachte die Glückwünsche der Stadt zu Forschungen „von hoher gesellschaftlicher Relevanz“. Zum Abschluss gab Rotary-Präsident Hasso von Winning den Preisträgern noch einen launig mahnenden Wunsch mit auf den Weg: „Genießen Sie diesen Moment, so viele gibt’s davon nicht im Leben“, sagte der evangelische Pfarrer, „es gibt – das sag’ ich aus meiner Profession heraus – eine letzte Würdigung, aber von der hat man gar nichts mehr.“

Quelle: Straubinger Tagblatt, 17.05.18