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(Schlüsselübergabe der Firma Cadolto an den TUM Campus Straubing. Bild: Münch / TUMCS)

Sieben neue Professuren und ein neues Laborgebäude

Der Ausbau des TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit geht mit großen Schritten voran: Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann hat heute sieben neue Professorinnen und Professoren vorgestellt, einige kommen aus dem Ausland. Eröffnet wurde ein neues Laborgebäude für 30 Arbeits- und 40 Praktikumsplätze.

In weniger als einem Jahr seit Verabschiedung des „Campus Straubing-Gesetzes“ durch den Bayerischen Landtag sind sieben neue TUM-Professuren eingerichtet und besetzt worden, zwei weitere werden in Kürze folgen. Mit diesem Kontingent wird vor allem die wirtschaftswissenschaftliche Ausrichtung arbeitsfähig. Präsident Prof. Herrmann hat nun die neuen Professorinnen und Professoren vorgestellt:

  • von links: Präsident Prof. Herrmann, Prof. Hübner, Prof. Goerg, Prof. Blombach, Prof. Doblinger, Prof. Burger, Prof. Grimm, Prof. Fröhling, Rektor Prof. Sieber (Foto: Münch /TUMCS)

    Finance und Accounting: Prof. Dr. Janine Maniora kommt von der Technischen Universität Dortmund, wo sie Juniorprofessorin für Controlling und Rechnungswesen ist. Zuvor hat sie an der Boston University in den USA gelehrt.

  • Economics: Prof. Dr. Sebastian Goerg wurde von der Florida States University / USA berufen. Der Volkswirt hat vorher am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern und an der Universität Bonn gearbeitet.
  • Supply and Value Chain Management: Prof. Dr. Alexander Hübner war bisher Professor am Luxembourg Centre for Logistics and Supply Chain Management, das Teil eines vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) geleiteten weltweiten Netzwerks dieses Forschungsgebiets ist.
  • Circular Economy: Prof. Dr. Magnus Fröhling wurde von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg berufen, wo er Professor für BWL mit dem Schwerpunkt Rohstoffmanagement war. Zuvor hat er an der Queensland University of Technology in Australien gearbeitet.
  • Innovation and Technology Management: Dr. Claudia Doblinger hat unter anderem an der Harvard University und in Cambridge geforscht. Zuletzt arbeitete sie bei der Maschinenfabrik Reinhausen, während sie sich parallel an der Universität Regensburg habilitierte.
  • Mikrobielle Biotechnologie: Dr. Bastian Blombach war bislang Forschungsgruppenleiter am Institut für Bioverfahrenstechnik der Universität Stuttgart. Zuvor arbeitete er an der Universität Ulm.
  • Chemische und Thermische Verfahrenstechnik: Prof. Dr.-ing. Jakob Burger hat als Juniorprofessor an der Technischen Universität Kaiserslautern und zugleich als Teamleiter am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik gearbeitet. Vorher hat er am Imperial College in London geforscht.

von links: Pfarrerin Meiser, stv. LR Eckl, Prorektorin Prof. Faße, Präsident Dr. Veulliet, Präsident Prof. Herrmann, Sts. Zellmeier, MdL Ritt, OB Pannermayr, PStS a.D. Hinsken, Rektor Prof. Sieber, Verleger Balle, Hr. Prebeck, Reg.-Pr. Haselbeck, Pfarrer Alzinger

Die neuen wirtschaftswissenschaftlichen Professuren forschen und lehren im Bereich Bioökonomie. Durch die Stärkung dieses Forschungsfeldes kann am TUM Campus Straubing die gesamte Wertschöpfungskette der Industriellen Biotechnologie nachwachsender Rohstoffe untersucht werden. Zum Wintersemester startet der Bachelorstudiengang Bioökonomie.

 

Die neue Professur für Mikrobielle Biotechnologie zieht in ein Laboratoriumsgebäude, das heute auf dem Campus eröffnet wurde. Es hat 30 Forschungsarbeitsplätze und 40 Praktikumsplätze für die Ausbildung. Der modulare Bau, der mit ökologisch vorteilhaften Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung arbeitet, wurde vom Bayerischen Wissenschaftsministerium und von der TUM finanziert und in der Rekordzeit von zehn Monaten fertiggestellt.

Präsident Prof. Herrmann sagte bei der Ernennung der neuen Kollegiumsmitglieder: „Mit Ihrer Entscheidung für die TUM in Straubing können Sie unsere Alleinstellungsmerkmale in der Bioökonomie zur Ausprägung bringen. Die Bioökonomie als Handlungsfeld zwischen den Biowissenschaften und der Industrie soll die wirtschaftlichen Transformationseffekte erforschen und damit den Paradigmenwechsel in der chemischen Stoffumwandlung wissenschaftlich begleiten. Dieses Neuland bietet der Universitätsstadt Straubing einzigartige Profilierungschancen. Es liegt nun an Ihnen, diese Vision zu verwirklichen.“

TUM, 25.07.2018