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Bild: Ulli Scharrer / Straubinger Tagblatt)

Tag der of­fe­nen Tür am Ko­Na­Ro mit viel Wis­sens­wer­tem – Spaß für die gan­ze Fa­mi­lie

Ein Erlebnis für die ganze Familie war der Tag der offenen Tür des KoNaRo – Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe – am Sonntag. Alles drehte sich um erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe. Besucher konnten an der Schulgasse 18 einen Blick hinter die Kulissen der deutschlandweit bedeutenden Forschungseinrichtung werfen und sich von den Experten vor Ort beraten lassen. Schön war das gemeinsame Auftreten aller drei Säulen des Kompetenzzentrums, des TUM-Campus Straubing, des Technologie- und Förderzentrums und CARMEN. Mitarbeiter, Wissenschaftler und viele engagierte Studenten betreuten mit viel Herzblut und Informationen Kinder und Erwachsene. Alles unter dem Motto, „nachhaltige Alternativen“ aufzuzeigen. Der Tag der offenen Tür fand als Sonderveranstaltung anlässlich des Jubiläums „800 Jahre Neustadt Straubing“ in Kooperation mit der Stadt Straubing statt.

Im Labor konnten es die Eltern kaum erwarten, dass ihre Kinder durch die Mikroskope geblickt hatten, weil sie auch so neugierig waren auf die kleine Welt, die ganz groß rauskam. Einen Vorgeschmack aufs neue Erlebnismuseum NAWAREUM, das vergangene Woche Richtfest mit Bauministerin Ilse Aigner feierte, konnte man bei Führungen erleben. Für Kinder wurde eine Menge geboten, Samen schätzen und zählen und die „Reise nach Marrakesch“, zu einem Klimagipfel, ging von München aus quer durch die Welt. Wer den Flieger nahm, musste Minus-Bälle im Rucksack mittragen, wer Bahn und Schiff nahm, war klimapolitisch auf der Gewinnerseite. Daneben wurden die „verrückten Eigenschaften der (Bio-)Stärke“ demonstriert. Wer schnell über die matschige Masse lief, sank barfuß nicht ein. Bienen und ihren Flug konnte man beim Stand der Imker verfolgen, natürlich mit Honigproben. Der mobile solarbetriebene Eisstand bot kühles Wassereis und die Traktoren, Autos und Messtechniken faszinierten das interessierte Publikum. Das Spielmobil und die Verkehrswacht hatten viele zwei-, drei-, vier- oder noch mehrrädrige Fahrzeuge für kleine Kinder dabei. Und für die etwas älteren gab es einen Fahrradhindernisparcours. Die Oase bei der Schutzengelkirche, die auch besichtigt werden konnte, lud mit viel Grün der Stadtgärtnerei zum Verweilen und mit Schildern, die zum Beispiel mahnten „in Schwabing werden täglich 80 000 Kilometer gefahren, um einen Parkplatz zu finden“, zum Nachdenken ein. Beim „Eye-Tracking“ erfuhr man, wie mit einer speziellen Brille das Einkaufsverhalten untersucht wird.

Die Studenten informierten über ihr Studium und ihre Vertretung mit neuem Logo. (Foto: Ulli Scharrer)

Die Klassiker, die Ausstellung „Nachwachsende Rohstoffe – Von der Pflanze zur Nutzung“ und die Ausstellung „Biomasseheizungen“, des TFZ fehlten natürlich auch nicht. Viele Einrichtungen und Vereine stellten sich und ihre Arbeit vor, oft auch als Quiz- oder Action-Station für die Kinderrallye, zum Beispiel der ZAW-SR. Die Studenten zeigten ihre Arbeitskreise, zum Beispiel den Garten oder ihre Studentenvertretung, die mit neuem Logo antrat. Und gemeinsam mit „Brot für die Welt“ konnte man seinen ökologischen Fußabdruck visualisieren. Natürlich gab es auch Studienberatung und Informationen zum weiteren Ausbau des TUM-Campus. Dazu kamen Showvorlesungen und zahlreiche andere Wissensstationen, die mit Spaß, der Wissen vermittelt, Tausende Besucher von nah und fern zum Mitmachen einluden. Und eine Brotzeit, natürlich in Bioqualität, konnte man bei der Musik von „Quetschnblech“ genießen.

Straubinger Tagblatt, 18.06.18
Autor/Foto: Ulli Scharrer