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Die Master-Studenten für Nachwachsende Rohstoffe, Johannes Kopp und Verena Draeger, schätzen sowohl Studium wie auch Standort des TUM-Campus Straubing. Foto: Ulli Scharrer

Start des neu­en Mas­ters­tu­dien­gangs am TUM-Cam­pus Strau­bing

Für seine neuen Studenten des Masterstudiengangs Nachwachsende Rohstoffe, der am Montag am TUM-Campus Straubing startete, zog Prof. Dr. Cordt Zollfrank, Leiter der Professur Biogene Polymere, sogar sein Hemd aus. Darunter stand auf Englisch auf seinem Longsleeve, warum der Studiengang nicht nur für die 21 angehenden Master wichtig ist: „Weil wir keine Erde B haben.“ Als Führungskräfte von morgen sollen die künftigen Master helfen, die Welt, die einzige, die wir haben, vor dem wuchernden Müllproblem zu retten und den Umstieg von fossilen auf nachwachsende Rohstoffe kräftig voranzutreiben. Von den 21 Studierenden sind acht vom Bachelor Nachwachsende Rohstoffe aus Straubing und die restlichen 13 sind Externe. Darunter sind zwei aus China, drei Österreicher und der Rest aus Bayern.

„Willkommen in ihrem neuen Studiums- und Lebensabschnitt“, betonte Prof. Zollfrank und er erklärte: Straubing biete nicht nur mit dem TUM-Campus, sondern auch mit dem Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe sowie dem Biocampus am Hafen und der Unterstützung der Stadt, „zusammengefasst in der Formel Region der Nachwachsenden Rohstoffe“, ideale Voraussetzungen für Forschung und Lehre in diesem und anderen Studiengängen.

Für die Studenten, die neu in Straubing sind, stellte Prof. Zollfrank nicht nur die Geschichte des Wissenschaftsstandortes und den Ausblick auf die Zukunft der Universitätsstadt Straubing vor, sondern ging auch auf die kulturellen und Freizeitangebote der Stadt „auf moderater Seehöhe“ und am „Fuß des Bayerischen Waldes“ ein.

Aufbau und Ablauf des Masterstudiengangs

Studienkoordinator Dr. Alexander Höldrich ging im Detail auf den Aufbau und Ablauf des Masterstudiengangs ein und betonte, dass er und sein Team jederzeit bei Fragen oder Problemen Ansprechpartner seien. Der interdisziplinäre Masterstudiengang Nachwachsende Rohstoffe erweitert und vertieft natur-, lebens- und ingenieurwissenschaftliches Vorwissen in vier Semestern. Er deckt die gesamte Wertschöpfungskette der nachwachsenden Rohstoffe ab. Diese reichen von der Pflanzenzüchtung und dem Anbau über die Ernte und die energetische und stoffliche Verwertung bis zum Marketing. Dabei stehen sowohl wirtschaftliche wie auch ökologische Aspekte im Mittelpunkt. Studierende können sich für einen von vier möglichen Schwerpunkten entscheiden. Als mögliche Vertiefungen stehen Anbausysteme Nachwachsender Rohstoffe, Chemisch-Stoffliche Nutzung Nachwachsender Rohstoffe, Energetische Nutzung Nachwachsender Rohstoffe und die Ökonomie Nachwachsender Rohstoffe zur Auswahl. Dabei besteht auch die Möglichkeit, zwei dieser Bereiche zu kombinieren.

Zwei Studenten, die ihr TUM-Studium am Standort Straubing mit dem Bachelor begannen, erzählten im Tagblatt-Gespräch, warum sie Studium und Standort schätzten. Verena Draeger hat schon ihren Bachelor in Straubing geschafft. Jetzt will die Augsburgerin, die Straubing mit ihrer WG am Stadtplatz und dem familiären Umfeld sehr schätzt, ihre Kenntnisse vertiefen. Was oder wo sie einmal arbeiten will, das weiß sie noch nicht genau, „Richtung Naturschutz“ soll es etwas sein. Dafür will sie auch den Masterstudiengang nutzen, um sich dort mehr zu spezialisieren und ihren Wunschberuf zu finden, „das offenbart sich dann schon“, erklärt die 23-Jährige lächelnd.

Ein Abschluss, der was zählt in der Welt

Zünftig mit Lederhose ist Johannes Kopp zur Erstsemesterbegrüßung gekommen. Auch bei ihm ist es nicht das erste Semester in Straubing, auch er will nach seinem Bachelor seinen Master am TUM-Campus Straubing absolvieren. Ein Abschluss der TUM „zählt was“ in der Arbeitswelt. Er kommt aus Rohr und pendelt an die Schulgasse, die leicht ohne Staus erreichbar ist. „Straubing ist eine gemütliche Stadt, nicht so überlaufen“, urteilt der 22-Jährige. Seine Grundkenntnisse vom Bachelor will er vertiefen, um einmal im Bereich Anbau oder Beratung durchzustarten. Marcel Schall vom Amt für Wirtschaftsförderung gab den Studenten noch Tipps für den „Heimvorteil in Straubing“.

Quelle: Straubinger Tagblatt, 10.04.18
Autor/Foto: Ulli Scharrer