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Die Studenten erklären den Ablauf einer Elektrolyse. (Bild: Straubinger Tagblatt)

Stu­den­ten des TUM Cam­pus er­klä­ren „Po­wer to Gas“ im Lud­wigs­gym­na­si­um

Drei Masterstudenten der Studiengänge „Nachwachsende Rohstoffe“ und „Biomassetechnologie“ am TUM Campus haben Schüler der achten Jahrgangsstufe im Ludwigsgymnasium besucht. Im Studienmodul „Nachwachsende Rohstoffe (NawaRo) an Schulen“ hielten die Studenten Elisabeth Holzinger, Elke Schropp und Simon Pickart studienorientierten Unterricht zum Thema „Erneuerbare Energien – Vom Windrad ins Auto“.

Die Studenten lernten bei den Besuchen an Schulen rhetorische und pädagogische Grundlagen, leisteten Öffentlichkeitsarbeit und zeigten den Schülern, was man in Straubing studieren könne, erklärte Lehrbeauftragter Joseph Emich Rasch.

Die Unterrichtseinheit umfasste die Punkte Windenergie, „Power to Gas“ und Erdgasnutzung. Zuerst wurde der Unterschied von Windkraftanlagen onshore (an Land) und offshore (auf dem Wasser) erklärt. Offshore-Windkraftanlagen seien meist effektiver, aber teurer und komplizierter zu errichten. Nach einer Übersicht über Teile eines Windrads, wie Rotorblätter, Blattverstellung und Bremse zeigte ein kurzes Video, wie ein Windrad gebaut wird.

Anschließend waren die Schüler gefragt. Bei einer Rechnung zu einer Windkraftanlage konnten die Schüler ihre mathematischen Fähigkeiten beweisen.

Da der Wind nicht immer dann wehe, wenn Strom gebraucht werde, müsse der Strom gespeichert werden. Hier komme „Power to Gas“ ins Spiel, was soviel wie „Strom zu Gas“ bedeute, erklärten die Studenten. Bei „Power to Gas“ werde der Strom in Methan umgewandelt. Ein erster Baustein dazu sei die Elektrolyse, die zur Veranschaulichung in einem Experiment in klein nachgebaut wurde.

Bei der Elektrolyse werden Wassermoleküle in die Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Dann wird der Wasserstoff in einem Reaktor mit Kohlenstoffdioxid angereichert, Methan entsteht. Das Erdgas werde in ein feinmaschiges Gasnetz eingespeist und diene zum Heizen, Kochen, Autofahren mit einem Erdgasauto oder auch zur Stromerzeugung in einem Gaskraftwerk.

Erdgas (chemische Energie) werde im Gaskraftwerk zu Strom (elektrische Energie) umgewandelt, dabei entstünden aber Verluste, was durchaus ein Kritikpunkt sei. Trotzdem könne „Power to Gas“ sinnvoll sein. Man habe erneuerbaren Strom, der klimaverträglich hergestellt werde, könne überschüssige Energie im Gasnetz speichern, die Energie einsetzen, wenn sie gebraucht werde und könne das Stromnetz stabilisieren.

Quelle: Straubinger Tagblatt, 02.07.2018